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Workshop on Sustainable Sludge Handling
Am 07.09.2011 fand der Workshop „Sustainable Sludge Handling“ (= Nachhaltiger Umgang mit Klärschlamm) im Rahmen des PURE-Projektes in Lübeck statt. Der für alle Interessierten Fachleute offene Workshop befasste sich mit dem Themenkomplex eines nachhaltigen Umgangs mit Klärschlamm, dabei standen insbesondere gute und übertragbare Praktiken für die Ostseeregion, innovative Ansätze zur Optimierung und die Möglichkeiten einer Rückgewinnung von Phosphor im Vordergrund. Phosphor könnte, ähnlich wie das Erdöl, innerhalb der kommenden 100 bis 200 Jahre erschöpft sein. Abwasser stellt eine lohnenswerte Ressource für diesen essentiell notwendigen und nicht durch andere Stoffe ersetzbaren Pflanzennährstoff dar. Immer noch viele Kläranlagen, so auch Lübeck, verwerten ihren Klärschlamm landwirtschaftlich und geben auf diese Weise den nach erfolgter Abwasserreinigung im Klärschlamm befindlichen Phosphor in den natürlichen Kreislauf zurück. Diskutiert werden bei diesem Entsorgungsweg allerdings die im Schlamm enthaltenen Schadstoffe, unter anderen vor allem Schwermetalle und organische Verbindungen. Bei normalem städtischem Abwasser stellen die Metalle, auch im Vergleich zu der allgemein zunehmenden Belastung von natürlichen Phosphorvorkommen, in der Regel das kleinere Problem dar. Anders die organischen Schadstoffe, über deren Vielfalt und Wirkungsweise teilweise keine ausreichenden Informationen vorliegen und die deshalb aus Sicht des Vorsorgegedankens sehr kritisch betrachtet und überwacht werden müssen. Klärschlämme mit zu hohen Schadstoffgehalten müssen in jedem Fall auf andere Weise entsorgt werden, fast ausnahmslos kommt hier die Verbrennung in Betracht.
Ergebnis
Der Workshop zeigte, dass das Thema Phosphor bei allen Partnern bereits stark im Bewusstsein ist und als große Herausforderung für die Abwasserentsorgung gesehen wird. Die Verwertung in der Landwirtschaft ist in vielen Gebieten immer noch die kostengünstigste Entsorgungslösung, bei der gleichzeitig Phosphor wiederverwertet wird. Die präsentierten Phosphorrückgewinnungsmethoden sind bisher nicht wirtschaftlich zu betreiben, jedoch wäre dies in einigen Jahren durchaus denkbar. Es wurden weiterhin Beispiele guter Praktiken und Entwicklungen vorgestellt. Auf dem Gebiet innovativer Verfahren, aber auch bei den technischen Möglichkeiten zur Optimierung der Klärschlammbehandlung, etwa die Steigerung der Biogasproduktion, wurden den Teilnehmern interessante Beiträge und Ansätze präsentiert.
Der Workshop „Sustainable Sludge Handling” wird organisiert vom PURE-Projekt (Project on Urban Reduction of Eutrophication). Das Projekt realisiert Aktionen zur Bekämpfung der Eutrophierung der Ostsee: es fördert Phosphordosieranlagen an ausgesuchten kommunalen Kläranlagen in der Ostseeregion. Mehr Informationen unter: http://www.purebalticsea.eu/index.php/news/article/263
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