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Unsere Leistungen  > Stadtentwässerung  > Klärschlamm  > Das PURE-Projekt

Das PURE-Projekt

Die Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL) beteiligen sich als Partner an dem durch die Europäische Union (EU) geförderten Projekt PURE, das im Rahmen des Baltic Sea Region Programms 2007-2013 im Dezember 2009 bewilligt wurde. Das Projekt wird mit rund zwei Millionen Euro gefördert.
Initiator und Hauptpartner ist die Union of Baltic Cities (UBC) mit Sitz im finnischen Turku, ein Zusammenschluss aus derzeit 107 Ostseestädten, darunter auch die Hansestadt Lübeck. Dem Aufruf zur Beteiligung am aktuellen Projekt waren die Entsorgungsbetriebe nach intensiver Prüfung der Rahmenbedingungen und Machbarkeit bereits im März 2009 gefolgt. Der konkrete Projektstart fand im Februar 2010 mit einer Kick-Off-Veranstaltung im winterlichen Helsinki statt.
PURE steht für project on urban reduction of eutrophication und bedeutet übersetzt soviel wie Projekt zur Reduktion von Nährstoffeinträgen aus städtischem Abwasser in die Ostsee. Es befasst sich dabei mit zwei Ansätzen: Zum Einen ist es die für die Ostsee lebenswichtige Entfernung des Pflanzennährstoffs Phosphor aus den Abwässern, daneben die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Verfahren zur Klärschlammbehandlung und -entsorgung. Die Verknüpfung dieser beiden Aspekte erklärt sich dadurch, dass bei einer Verbesserung der Abwasserreinigung und besonders beim Einsatz von chemischer Phosphatfällung grundsätzlich mehr Klärschlamm anfällt.
Die EBL erfüllen im Ablauf ihrer Kläranlagen Zentralklärwerk und Priwall bereits sehr hohe Anforderungen an die Phosphorkonzentrationen, so dass hier keine weiteren Investitionen oder Verfahrensumstellungen erforderlich sind. Im Rahmen des Projekts erfüllen die EBL bei der Phosphorreduktion eine Vorreiterfunktion und bringen vorhandenes Know-how ein. Für das Arbeitspaket Klärschlamm steht den EBL ein Budget von knapp 140.000 EUR bei einem Eigenanteil von 25 Prozent für die kommenden 3 Jahre zur Verfügung, womit die Entsorgungsbetriebe Lübeck bei diesem Thema an erster Stelle stehen. Verwendet werden soll das Geld überwiegend für Personalkosten, die im Rahmen der Entwicklung, Planung und Prüfung neuer Klärschlammentsorgungskonzepte entstehen.

v. l. n. r. Herr Matthias Hesse, Leiter Kläranlagenbetrieb; Herr Enno Thyen,Leiter der Abteilung Abwasser / Gewässerschutz und Herr Dr. Jan-Dirk Verwey, Erster Direktor der Entsorgungsbetriebe Lübeck vor dem entwässerten Klärschlamm

Für die Entsorgungsbetriebe Lübeck passt das Projekt hervorragend in die aktuell laufenden Optimierungsvorhaben auf dem Zentralklärwerk (ZKW). Nach dem erfolgreichen Abschluss des Ausbaus der Abwasserreinigung geht es jetzt vorrangig um die weitere Optimierungen der Energienutzung und -erzeugung, um die weitere Senkung von Betriebskosten und um langfristig gesicherte Entsorgungswege für die bei der Abwasserreinigung anfallenden Reststoffe.Während der Kick-Off-Veranstaltung wurde deutlich, dass seitens der weiteren Projektpartner großes Interesse an zukunftsfähigen, nachhaltigen und gleichzeitig wirtschaftlichen Lösungen zum Umgang mit Klärschlamm besteht. Auf Seiten der Entsorgungsbetriebe wird das Projekt von Mitarbeitern der Abteilung Abwasser/Gewässerschutz bearbeitet. Am 07 September 2011 ist ein Workshop in Lübeck geplant.


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